8:00 Frühstück
8:25 Geöffnetes Fenster ist ohne Fremdeinwirkung aus den Scharnieren gebrochen – Alle leben noch
8:40 Start mit Vortragen der Protokolle und Bestimmung der neuen Protokollanten sowie Trainer vom Dienst
9:00 Erstes Referat „Dehydratation“ von Leonie
9:30 Referat „Aktuelle Tauchgangberechnung“ von Daniel
9:55 kurze Pause
10:15 Referat „Der erste Freigewässertauchgang“ von Julian
10:45 Trainingsplanung – Michael Rohde
- Informationen zur Gestaltung des Trainings
- Hinweise zur Lehrprobe mit letzter Klärung der Rahmenbedingungen
- Sicherheitsaspekte im Hallenbad
11:30 Mittagspause
13:00 Doping im Wettkampfsport – Ulrike Schaaf
- Doping-Arten
- Einschätzung der Hausapotheke
- Folgen von Doping
- Kompetenzdilemma eines Trainers
13:40 Sammeln von Lieblingsübungen
14:36 Pause
15:15 Apnoe Tieftauchen – Holger van der Slyk
- Vorbereitung, Durchführung und Sicherung
- Risiken
- Umweltgerechtes Tauchen
16:30 Zeit für die Trainingspläne
17:00 Abendbrot
17:50 Treffen am Schwimmbad
18:00 Schwimmbad
- Simuliertes Schnuppertauchen
- Stiltraining mit Susi
21:30 Erschöpftes Ausklingen des Abends (teilweise mit Döner)
Jan
Emotionales Protokoll vom 04.03.2026
Verfasst von: Nils Duckheim
Warnung: Dieses Protokoll kann Spuren von Ironie und leichten Übertreibungen enthalten.
Mittwoch, der 4.3.26; noch etwas müde, aber ansonsten gut gelaunt werde ich wach. Es ist halb
drei und der Geräuschkulisse nach zu urteilen hat das Sägewerk im Bett nebenan grade auf
Höchstleistung geschaltet. Der Lärm ist beeindruckend und für einen kurzen Moment fast
hypnotisch. Nach 20 Sekunden beginnen die ersten unaussprechlichen Gedanken. Zum Glück
hat das Sägewerk nach gut anderthalb Stunden wieder Schichtwechsel und der Lärmpegel sinkt
auf ein erträgliches Niveau.
Gegen 7:45 Uhr finden sich dann alle Teilnehmer langsam im Speiseraum ein, genießen die
ersten Schlucke des Schwarzen Goldes und lassen die Lebensgeister erwachen. Die Gesichter
sprechen für sich.
Kurz vor Unterrichtsbeginn dann der erste Aufreger des Tages: Beim Öffnen eines Fensters im
Lehrsaal reit dieses aus den Halterungen, fällt auf die Tische und schlägt eine große Delle, zum
Glück nur in den Tisch und nicht in den Kopf eines Teilnehmers. Das hätte den Start in den Tag
wohl deutlich gedämpft.
Gegen halb neun beginnt der Unterricht wie immer. Wir lauschen dem sachlichen Protokoll und
der emotionalen Reise durch den gestrigen Tag unseres Opas. Spannend. Danach sprechen wir
kurz über den heutigen Tagesablauf, wobei von Seiten der Dozenten großer Wert darauf gelegt
wird, uns mitzuteilen, dass sie beim Training am Abend nicht teilnehmen und stattdessen einen
Tisch beim Griechen reserviert hätten. Ja so ein Dozentendasein ist schon die Hölle, aber
irgendwer muss das ja machen.
Gegen neun Uhr dürfen wir gespannt den letzten drei Referaten lauschen und Neues über die
Themen „Dehydratation, Tauchgangsberechnung und erster Tauchgang im Freiwasser“. Trotz der
anstrengenden Tage vorher ist die Aufmerksamkeit groß und das Feedback ausführlich, sehr
positiv und konstruktiv. An dieser Stelle Hut ab an alle Referenten für die guten Referate.
Beim Thema Tauchgangsberechnung fällt auf, wie unterschiedlich so einige von unseren
Atemminutenvolumina sind, besonders bei einer Person, die anscheinend gar nicht zu atmen
braucht.
Gegen kurz vor 11 Uhr ereignet sich ein mittelschwerer medizinischer Notfall: Ein Teilnehmer
berührt mit seinem geprellten Arm leicht den Tisch. Die Reaktion? Reif für Hollywood. Ein
scharfes Lufteinziehen durch den Mund, ein Stöhnen, während der Kopf auf den Tisch sinkt.
Dramatischer könnte es nicht sein, selbst der Profifußball wüsste so ein Schauspiel zu schätzen.
Durch gekonntes Ignorieren des Problems kann der Unterricht zum Glück gegen 11 Uhr
weitergehen. Michael demonstriert uns mit kindlicher Begeisterung die verschiedenen
Funktionen seines Laserpointers, während wir erschreckt erfahren müssen, dass bereits eine
Grüppchenbildung stattgefunden hat und eine Blanko Version für einen Trainingsplan nicht mit
dem ganzen Kurs geteilt wird.
Nach einem guten Mittagessen und vielen interessanten Gesprächen in der Pause geht um 13
Uhr der Unterricht weiter. Ulrike erzählt uns alles, was wir über Doping wissen müssen. Es war
für alle sehr interessant zu erfahren, dass selbst haushaltsübliche Mittel wie Grippostad oder
WickMediNait im Leistungssport verboten sind. Auch der Aufwand, der von beiden Seiten
betrieben wird, um Doping zu entdecken oder vertuschen, ist bemerkenswert.
Nach diesem Unterricht treffen wir uns im Speiseraum, wo wir unsere Lieblingsübungen aus
dem Verein vorstellen. Es ist schön zu sehen, mit welchem Ideenreichtum hier Training geleitet
wird und es werden fleißig Tipps und Tricks ausgetauscht. Sogar einige Verkaufsgespräche
wurden geführt.
Bei dem darauffolgenden Thema von Holger, „Apnoe Tieftauchen“, können alle ihre Faszination
kaum verbergen. Sogar die Kollegen vom Waspo Hannover, die mit kurzer Verspätung eintreffen.
Da das Schwimmtraining bereits um 18 Uhr starten sollte, war das Abendessen für 17 Uhr
geplant (eine Stunde früher als sonst). Als es aufgrund einer Fehlkommunikation erst um viertel
nach was zu essen gab, war das für eine Teilnehmerin ganz besonders schlimm, da bereits eine
vollwertige „hangry“ Phase im Gange war.
Nach dem Essen hatten wir ein sehr lehrreiches und spannendes Training bei Susanne, bei dem
wir lernten, wie anspruchsvoll ein Techniktraining eigentlich sein kann. Trotz der ordentlichen
Anstrengung waren alle von dem Training sehr angetan und gingen positiv gelaunt zurück zur
Unterkunft.
Von dort setzten sich einige aus der Gruppe noch einmal in die City ab um ihren Hunger nach
Döner zu stillen, während andere sich mit Kartenspielen zusammen setzten und wieder andere
direkt ins Bett fielen. Ein spätes Highlight war, als Micha uns die fertigen T-Shirts mitbrachte, die
erst am Freitag erwartet wurden. Die Begeisterung war riesig.
Der Abend klang dann noch in der obligatorischen Uno Runde ab, bis es dann deutlich später ins
Bett ging.
Nach einer unfassbar hart umkämpften und langwierigen Runde Uno passierte das unmögliche. Mika, der während des Spiels gefühlte 100 Handkarten bei sich hatte, konnte in einer nervenaufreibenden Partie wider erwarten als erster von den verbliebenen Spielern das Spiel beenden. Eine Leistung die niemand erwartet hätte.
