Täglicher Blog der TLN VDST TL1 Prüfung 2026 aus Kas – Tag 7

Freitag, 11.09.2026

Tag 7 – Der letzte Ausbildungstauchgang und 11 frischgebackene Tauchlehrerinnen

Ausbildung und Prüfung an den Wracks der alten Meis-Fähre sowie dem „alten Sicherungsboot aus der DDR“, „das alte Küstenwachboot“, welches bis zu seiner endgültigen Bestimmung als künstliches Riff bei der türkischen Coastguard eingesetzt war.

Heute stand der letzte Ausbildungstauchgang auf dem Programm. Als erstes ging es mit der Abyss in die Chicken Bay zum Tauchplatz Hidayet Sualtı.

Eigentlich war das Neptun Reef als Ziel geplant. Doch wie so oft beim Tauchen kommt es anders als gedacht: Eine Gruppe hochkarätiger Unterwasserfotografen der türkischen -Tauchföderation hatte sich das Riff für einen Fotowettbewerb vorgenommen. Also hieß es für uns: Planänderung.

Flexibilität gehört schließlich auch zum Tauchlehrerleben. Und so wurde kurzerhand umdisponiert und der letzte Ausbildungstauchgang bei Hidayet Sualtı durchgeführt.

Mit Erfolg: Alle fanden das Wrack und tauchten hindurch. Auf dem Rückweg machten wir uns noch auf die Suche nach zwei kleinen schwarzen Seepferdchen, die dort leben sollen. Leider blieben die beiden an diesem Tag verschwunden.

Dafür gab es noch einmal das komplette Programm des SK Tauchfertigkeiten. Flossentechniken, Maskenwechsel, Schreiben in den Wetnotes und natürlich das Setzen der Boje standen auf dem Programm. Die Boje wurde teilweise mit Blindmaske gesetzt – schließlich sollte es ja nicht zu einfach werden.

Nach dem simulierten Dekompressionsstopp und dem anschließenden Auftauchen war die Erleichterung bei allen deutlich zu spüren.

Abgetaucht als TL-Anwärter:innen – aufgetaucht mit der festen Überzeugung, jetzt fertige Tauchlehrerinnen zu sein.

Nach dem anschließenden Debriefing berieten sich die Ausbilderinnen noch kurz. Dann kam die erlösende Nachricht: Bestanden!

Die Freude war riesig.

Von dieser frohen Kunde beflügelt, machten sich die frischgebackenen Tauchlehrerinnen gleich wieder für den nächsten Tauchgang fertig.

Kurz herrschte noch Verwunderung: Sollten wir etwa schon wieder von der Küstenwache, sowie am Tag zuvor in Kalkan, kontrolliert werden? Doch Entwarnung – die Aufmerksamkeit galt diesmal lediglich den benachbarten Sportbooten, die kreuz und quer durch unsere Bucht fuhren.

Unser letzter Tauchgang war ja nun kein Prüfungstauchgang mehr. So fanden wir uns fix in freigewählten Gruppen zusammen und gingen dann eigenständig tauchen, unter vorherigem Erstellen eines TL1-Gruppenbildes mit VDST Flagge über und unter Wasser. Ganze 17 Taucher:innen mussten dafür unter Wasser positioniert werden. Eine Interessante Erfahrung, oder ein wunderschön geordnetes Chaos.
So machten wir einen wunderschönen Fun-Tauchgang. Ziel war ein Wrack aus DDR-Zeiten, die alte Coastguard. Nachdem uns unser Guide Pauline den Tauchplatz und den Weg dorthin briefte, war unter Wasser es doch geringfügig anders. Irgendwie folgten alle Wottis Gruppe, der zwar einen ganz anderen Weg einschlug, uns aber zielsicher auf kürzestem Weg zum Wrack brachte.

Danach ging es deutlich entspannter weiter und alle tauchten sicher wieder auf. An der Oberfläche wartete anschließend noch das obligatorische Schwimmen – und natürlich die inzwischen ebenfalls obligatorische Wassermelone.

Nach einer kurzen Bootsfahrt zurück in den Hafen hieß es dann Abschied nehmen. Wir bedankten uns bei unserer Crew, überreichten kleine Präsente und stießen gemeinsam mit einem Erfrischungsgetränk auf die vergangenen Tage an.

Am Abend wurde es dann festlich.

Beim gemeinsamen Abendessen wurden die Urkunden und Stempel überreicht. Ein Moment, auf den alle seit Beginn dieser intensiven Tage hingearbeitet hatten.

Aus TL-Anwärter:innen waren Tauchlehre:rinnen geworden.

Was für ein Tag. Was für eine Woche.