Täglicher Blog der TLN VDST TL1 Prüfung 2026 aus Kas – Tag 3

Montag, 07.09.2026

Tag 3 Dekompressionspflichtiger Tieftauchgang und Rettung eines Tauchenden

Sachliches Protokoll

Am Dienstag den 07.09.2026 sind wir morgens aufgebrochen, um in der ersten Tagesübung einen Tieftauchgang an einer Fundstätte von historischen Amphoren in allen Größen und historischen Steinankern aus der Zeit als die Lykier hier ihren Handel betrieben zu tauchen, den Tauchgang zu planen, also eine komplette Umkehrdruckberechnung durchzuführen und den Plan zu tauchen. Der Name des Platzes ist Besmi Ada oder auch Assi Island. Der TLvD, Janos, hat die Teilnehmenden an Bord begrüßt, die Listen ausgefüllt und die Vorbereitungen überwacht, so dass der heutige Tagesablauf etwas optimiert werden konnte. Beim Referat hat Alex insbesondere auf einige Besonderheiten beim Tieftauchen hingewiesen, etwa darauf, dass wir die Zeichen für Deko-Stufen genau abstimmen. Nachdem Levent sein Handtuchbriefing für den Tauchplatz fertig gestellt hat, sind die Gruppen nacheinander aufgebrochen. Wichtigste Erkenntnis auch hier aus verschiedenen Situationen: Struktur des Briefings, befolgen des Plans für den Weg und konsequente Kommunikation mit eindeutigen Zeichen sind wichtig.

Nach dem Mittagessen wurde der zweite Tauchplatz, Fener Kulesi angefahren. Ein Tauchplatz mit einem Flugzeugwrack (Douglas C-47), dass in der deutschen Nachkriegszeit eines der wichtigsten, logistischen Aufgaben in der Versorgung um „West-Berlin“ übernahm. Die zweite Tagesübung beinhaltete neben der Rettung eines handlungsunfähigen Tauchers vom Grund bis an die Oberfläche und den Transport zum Boot auch der Besuch dieses historischen Flugzeugwrack war in unserem Tauchgang inkludiert. Der Rosinenbomber wurde hier extra für Taucher versenkt. Nachdem die Listen für den bevorstehenden Tauchgang gefüllt waren, hat der TLvD des Nachmittags, Torsten, die Übung kurz vorgestellt. Levent hat sein Flugzeugmodell herausgeholt und in der üblichen Handtuchmethode das Gelände beschrieben und auf Besonderheiten hingewiesen. Das Referat hielt Patrick. Das Thema war die Rettung eines Tauchers vom Grund an die Oberfläche und das Verbringen zum Boot. Der Tauchgang brachte am Ende neue Erkenntnisse über die Anzahl der Übungen, die in den Ablauf eingebaut werden können.

 

Emotionales Protokoll

Langsam werden die Abläufe runder. Die Wege sind bekannt, die Abläufe spielen sich ein und zumindest im Alltag werden wir routinierter.

Es ist schön zu sehen, wie sich die Gruppen schon zum Frühstück mischen. So fällt dann auch schnell auf, wenn jemand fehlt. Nach ersten Ausfällen beginnen bei vielen Teilnehmenden die ersten Zipperlein. Hier drückt ein Ohr, da ist die Stimme angeschlagen und dort läuft die Nase. Aber wir sind guter Dinge und fast alle konnten dann doch tauchen.

Die Ansprache von Levent haben wir uns zu Herzen genommen und waren heute deutlich strukturierter an Bord und konnten das Wuselige von gestern abstellen.

Janos und Torsten führten uns als TLvD durch den Tag und unsere Gruppenführer:nnen dank der motivierten Ausbilderinnen und Ausbilder sicher durchs Wasser.

Der erste TG war tief und beim zweiten konnten alle gerettet werden. Auch wenn noch viel Luft nach oben ist, können wir uns langsam vorstellen, dass das Projekt Tauchlehrer:in vielleicht wirklich was werden kann. Gerade weil nicht alles perfekt ist, können wir viel lernen und die Ausbildenden lassen uns an ihrer Erfahrung teilhaben und geben wertvolle Tips.

Wegen der kurzen Fahrt zurück in den Hafen wurde das Debriefing kurzerhand in unsere neuen Stammlokalität dem Akay Club-Pub verlegt, wo wir dann auch unser Abendessen einnehmen.

Alle warten dann gespannt auf die Tauchgangspläne für den nächsten Tag. Unterrichte stehen für den Abend noch an. Wer bekommt welche Aufgabe und muss eventuell noch was für den nächsten Tag vorbereiten… Der Rest genießt die lauschigen Abendtemperaturen bei einem Kaltgetränk oder geht müde ins Bett.

Morgen geht’s weiter. Ich freue mich drauf!