An die Vereine – JHV 2021

Liebe TLN Vorstandskollegen,

liebe Vereinsvorstände,

Gestern, am 07.11.21, war eine besondere Mitgliederversammlung, und zwar in mehrfacher Hinsicht. Letztes Jahr fiel das Ganze wegen Corona aus, im Frühjahr haben wir auch einige Termine canceln müssen. Da wir diese Versammlung in Präsenz durchführen wollten, mussten wir sie so lange vor uns herschieben.

Nun ist Zeit, etwas zurück zu blicken.

1995 war es. Abends nach einer TLN Tauchlehrerprüfung in der Hütte von Germaine in Camaret. Volkmar Lehnen, Guido und Theo sprachen mich an, ob ich mir einen Job im TLN-Vorstand vorstellen könnte. „So mit einem Zeitaufwand von 10-20 Wochenenden im Jahr und unzähligen Telefonaten, viel Ärger, …..“ Ich dachte, die machen Spaß…

1996 in Salzgitter wurde ich in den Vorstand des TLN gewählt. Präsident war Volkmar Lehnen. Meine Tätigkeiten waren die Organisation der Okertermine. Damals hat der TLN Tauchlehrer zur Abnahme der DTSA zur Verfügung gestellt.

Ein Jahr später ist Volkmar aus beruflichen und privaten Gründen zurückgetreten. Ich habe das Präsidentenamt bis zur nächsten Wahl kommissarisch übernommen.

Bei meinem ersten Termin in der Sitzung der Landesverbände mit dem VDST in Lübeck habe ich den frisch gewählten Präsidenten des VDST, Friedrich Naglschmid, kennengelernt. Gute, über Jahre hinweg funktionierende Kontakte nach Bayern, Württemberg und ins Saarland konnten geknüpft werden. Das sollte sich noch als sehr wichtig herausstellen.

Im VDST gab es unruhige Zeiten, die meine ersten Jahre als Präsident geprägt haben.

Als dann 2003 Franz Brümmer ins Präsidentenamt des VDST gewählt wurde, war der Verband in ruhigem Fahrwasser. Mit Theo zusammen haben sie sehr vieles auf richtigen Kurs gebracht. An diesen Entwicklungen hatte auch der TLN einen großen Anteil.

Intern kann ich mich an einen Anruf von Jürgen erinnern. Er sagte, er hätte Kontakte zur Landesregierung und ob der TLN da was brauchen könnte. Warum nicht in die Vollen; Ja, sagte ich, Tauchen ins Wassergesetz aufnehmen. Ok, sagte er, lass uns was formulieren und dann probieren wir es. Man muss dazu sagen, das war bis zu diesem Zeitpunkt in keinem Bundesland nachträglich ins Wassergesetz aufgenommen worden.

So lernte ich Jürgen kennen. Nachdem das 1998  geklappt hatte, die damalige Umweltministerin Monika Griefhahn hat persönlich gratuliert und sich dabei als aktive Taucherin vorgestellt. Daraufhin bat ich Jürgen, sich in den Vorstand des TLN wählen zu lassen.

Das war der Beginn einer Erfolgsgeschichte. Ich kann behaupten, dass wir in den Jahren seitdem ein echtes Superteam waren, nie gab es Differenzen immer haben wir uns in den Vorgehensweisen abgesprochen. Vielen Dank Jürgen!!!

Da ich selbst aktiver TL war und immer noch bin, lag der Schwerpunkt im Ausbildungsbereich. Und mit Theo, Ippi und Wotti als die jeweiligen Sachabteilungsleiter, war es immer ein Ziehen am gleichen Strang, und zwar in die gleiche Richtung. In dieser Zeit wurde vieles modernisiert. Die Trainer-Ausbildung wurde von der zunächst erfolgreichen Gruppe NORD wieder nach Niedersachsen zurückgeholt. Eine richtige Entscheidung, wie sich herausstellte.

Einige Sachgebiete mussten in dieser Zeit zurückgefahren werden, leider. So war es im traditionellen Wettkampf lange Jahre still, die einzigen Aktiven waren auch in die Jahre gekommen, Nachwuchs schwierig zu aktivieren. Ebenso der Schulsport, der nach verschiedenen Bildungsreformen, mit der damit zusammenhängenden Mehrbelastung der Lehrer, kaum mehr zu machen war.

Im Wettkampf tut sich wieder was, mit UW-Rugby und -Hockey ist ein neuerlicher Einstieg sicher.

Was mir persönlich immer am Wichtigsten war: der gute Kontakt zu euch, den Vereinen, den Vorsitzenden und Ausbildern. Offenheit und Transparenz hatten Priorität. Ich hoffe, das ist mir gelungen. Ihr habt es mir aber auch nicht schwer gemacht, habt immer konstruktiv mitdiskutiert und Entscheidungen mitgetragen. Dafür bedanke ich mich ganz herzlich bei euch.

Mein letzter Dank gilt meinem Vorstand. In den vielen Jahren habe ich einige kommen  und gehen sehen, habe viele schöne Momente erlebt und Freunde gewonnen. Stets waren die Diskussionen fair und freundlich, und schließlich wurden immer einvernehmliche Entscheidungen getroffen.

Dem neuen Vorstand wünsche ich viel Glück und bringt ihm genauso viel Vertrauen entgegen.

Vielen Dank für die Zeit, die wir zusammen verbracht haben auch bei denen, die schon ausgeschieden sind und heute nicht hier sein können.   Es war eine tolle Zeit.

Euer

Manfred Malm